Carlos Nine (1944-2016)

Am Samstag verstarb mit Carlos Nine einer der bekanntesten Comic-Autoren und Illustratoren Argentiniens im Alter von 72 Jahren. Der für seinen schwungvollen Strich bekannte Nine war darüber hinaus als (Drehbuch-)Autor, Animator, Maler und Bildhauer bekannt. Illustrationen von ihm erschienen unter anderem in den Argentinischen Zeitungen „Clarín“, „La Nación“ und „Sur“, in Frankreich in „Le Monde“ sowie in der „New York Times“ und „The New Yorker“ in den USA. Außerhalb Südamerikas war vor allem Frankreich Nines verlegerische Heimat, hier erschienen im Laufe der Jahre rund zwei Dutzend Bände mit Comics und gesammelten Illustrationen. 2001 wurde sein Band „Le Canard qui aimait les poules“ auf dem Comicfestival in Angoulême mit dem Prix Alph-Art als Bester ausländischer Comic ausgezeichnet.

In Deutschland sind die Veröffentlichung Nines überschaubar geblieben. So erschienen Kurzcomics in „U-Comix“ und zuletzt 2010 „Donjon Monster 11: Die schöne Mörderin“ nach einem Skript von Joann Sfar und Lewis Trondheim.

Erst im April hatte der bis zuletzt produktive Carlos Nine sein letztes Buch präsentiert: „Informe visual de Buenos Aires y sus alrededores“ – “Visueller Report über Buenos Aires und seiner Umgebung“.

Aus „Le Canard qui aimait les poules“

Aus „Donjon Monster 11: Die schöne Mörderin“

Skizze

Illustration

Unten noch ein erster Teil eines Atelierbesuchs bei Carlos Nine, der im Februar in Argentinien ausgestrahlt wurde.
 

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