Max und Moritz-Preise 2016

Am späten Freitag Abend wurden im Erlanger Markgrafentheater mit den Max und Moritz-Preisen die renommiertesten Comic-Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum vergeben. Aus einer Nominierungsliste wählte die Jury die Siegertitel aus, zusätzlich wurden noch der Preis für den/die „Beste/n deutschsprachige/n Comic-Künstler/in“, der Publikumspreis sowie der Preis für die beste studentische Publikation vergeben.

Vorab war bereits bekannt gegeben worden, dass der Preis für ihr Lebenswerk an die französische Autorin Claire Bretécher geht. Eine ausführliche Würdigung der „Soziologin mit dem Zeichenstift“ veröffentlichte Jurymitglied Brigitte Helbling bereits auf tagesspiegel.de. Ebenfalls bereits bekannt war die Vergabe der Spezialpreise der Jury. Hier wurden der avant-verlag, der in diesem Jahr das 15. Jubiläum feiert, sowie der Band „Katharsis“ des Franzosen Luz prämiert.

Hier die Liste aller vergebenen Max und Moritz-Preise, die Laudationes stammen von den Nominierungen.

Beste/r deutschsprachige/r Comic-Künstler/in

Barbara Yelin (u.a „Irmina“, Reprodukt)

Bester deutschsprachiger Comic
„Madgermanes“ von Birgit Weyhe (avant-verlag)

Madgermanes nennen sich heute Afrikaner, die in den Siebzigerjahren als billige Arbeitskräfte aus der Volksrepublik Mosambik in das sozialistische Bruderland DDR kamen. Rund 30.000 waren es, die nach dem Ende der DDR Job und Aufenthaltsgenehmigung verloren. Die meisten kehrten in ihr inzwischen vom Bürgerkrieg verwüstetes Heimatland zurück, wo sie mit ihren Berufen nicht viel anfangen können. Viele verlieren sich in Alkohol und Drogen, stranden zwischen den Welten. Birgit Weyhe, selbst in Uganda und Kenia aufgewachsen, hat den Geschichten der ehemaligen Vertragsarbeiter über etliche Jahre hinweg in Interviews nachgespürt. Die Ergebnisse ihrer Recherche hat sie in Zeichnungen, in denen allegorische Motive aus beiden Kulturen verschmelzen, zu drei exemplarischen Biografien verwoben, die von der Entfremdung erzählen, von Perspektiv- und Heimatlosigkeit. Und in denen sie zugleich einen Blick auf die untergehende DDR aus einer ganz ungewöhnlichen Perspektive wirft.

Bester internationaler Comic
„Ein Sommer am See“ von Mariko Tamaki & Jillian Tamaki (Übersetzung: Tina Hohl, Reprodukt)

So lange sich Rose erinnern kann, verbringt sie jeden Sommer mit ihren Eltern im selben Haus am See. Und jedes Jahr trifft sie dort ihre Freundin Windy, deren Eltern ebenfalls ein Ferienhaus im kanadischen Awago Beach gemietet haben. Rose liebt es, mit der etwas jüngeren Windy am Strand zu liegen, gemeinsam zu schwimmen oder einfach nur den Wellen zu lauschen. Zunächst beginnt auch dieser Sommer so, doch dann kommt alles ganz anders. Auf einmal erscheinen Rose die Probleme der Eltern viel aufregender als das Sandburgenbauen. Dann sind da auch noch die Jungs im Dorf und die Frage, wie groß Rose‘ Brüste wohl einmal werden. Die beiden kanadischen Cousinen Mariko (Szenario) und Jillian (Zeichnungen) Tamaki erzählen ebenso feinfühlig wie rasant von einer Mädchenfreundschaft und von jenem Sommer, in dem sich die Pubertät über die Kindheit schiebt und das Leben von nun an ein anderes ist. "Ein Sommer am See" ist eine bestechend einfühlsam erzählte Coming-of-Age-Story, deren geradezu filmisch wirkende Zeichnungen dem Leser das Gefühl geben, in diesem letzten Moment einer Kindheit unmittelbar dabei zu sein.

Bester deutschsprachiger Comic-Strip
„Das Hochhaus. 102 Etagen Leben“ von Katharina Greve (Webcomic)

Immer dienstags kommen die Bauarbeiter. Dann wächst das Hochhaus, das die Berliner Comic-Autorin Katharina Greve im Internet entstehen lässt, um eine Etage. Und um jeweils eine weitere Episode, mit der Greve Zwischenmenschliches, Soziales und Politisches kommentiert. Da pöbelt ein Ehepaar über Flüchtlinge – und die Tochter sehnt sich nach politischem Asyl bei den Nachbarn. Da provozieren die Fernsehnachrichten in einem Wohnzimmer den Dialog: "Warum machen diese Selbstmordattentäter das?" – "Vielleicht, damit sie sich diese Frage niemals selbst stellen müssen." Und im Keller schimpft ein Mann, der Kisten durchsucht, während seine Frau die Taschenlampe hält: "Wie schon Goethe sagte: ,Mehr Licht‘, blöde Kuh!" – und sie denkt sich: "Wenn ich ihn JETZT umbringe, wären sogar seine letzten Worte abgedroschen!"
Die studierte Architektin Katharina Greve verbindet in ihrem aktuellen Projekt die pointierte Unmittelbarkeit des Einbildwitzes auf erfrischende Weise mit dem Potenzial der längeren Bilderzählung, komplexe Geschichten zu erzählen. Denn es zeichnet sich ab, dass die vielfältig miteinander verbundenen Episoden am Schluss etwas ergeben, was die Grenzen der Kunstform formal erweitert.

Bester Comic für Kinder
„Kiste“ von Patrick Wirbeleit & Uwe Heidschötter (Reprodukt)
In einem von Matthias Wieland verlesenen Text erklärt Patrick Wirbeleit, den Preis nicht annehmen zu wollen, solange Zeichner wie Kim Schmidt oder Sascha Wüstefeld nicht ausgezeichnet würden.
Für einen leidenschaftlichen Bastler wie den Jungen Mattis kann es wohl kaum einen besseren Freund geben als diesen Karton. "Kiste" heißt der und ist eine lebende Schatztruhe. In seinem Innern befindet sich ein ganzer Werkzeugschuppen, auch wenn er äußerlich nur ein kleiner kastenförmiger Kerl mit dünnen Beinchen und großen Augen ist. Kiste lebt eigentlich bei dem Zauberer Tamäus Bartelstrunk in einem abgeschiedenen Wald, aber seitdem er eines Tages in Mattis‘ Leben auftauchte, sind die beiden beste Freunde. Mit seinen verrückten Ideen und seiner Tollpatschigkeit bringt Kiste immer wieder Mattis‘ Leben durcheinander. Gemeinsam erleben sie die tollsten Abenteuer, bei denen ein Zauberschlüssel, der Eintritt in andere Welten gewährt, eine wichtige Rolle spielt. Im dritten Band dieser Comic-Reihe setzt das Zeichner-Autoren-Duo Patrick Wirbeleit und Uwe Heidschötter erneut auf die gelungene Mischung aus Magie und Realismus, in der sich ihre liebevoll gestalteten Charaktere bewähren und entwickeln. Die Dialoge sind pointiert, die Handlung turbulent und komisch, die Zeichnungen cartoonhaft, professionell und sehr lebendig. Ein großer Spaß, auch für ältere Leser.

Publikumspreis
„Crash 'n' Burn“ von Mikiko Ponczek (Tokyopop, nominiert durch das Publikum)

Es ist inzwischen schon gute Tradition, dass das Publikum im Vorentscheid für die Manga-Kategorie ein einheimisches Werk auswählt, einen sogenannten Germanga. Dies spiegelt nicht zuletzt die enge Verbundenheit der Künstler/innen dieser Werke mit ihren Lesern wieder, für die auch Mikiko Ponczek steht. Die deutsch-japanische Comic-Zeichnerin veröffentlichte erste Werke zunächst unter ihrem Künstlernamen Zombiesmile im Internet, wo sie auf Youtube seit mehreren Jahren auch als Moderatorin verschiedener Online-Formate zu Mangas und Animes präsent ist. Seit fast zehn Jahren erscheinen ihre Mangas auch in gedruckter Form – zuletzt "Crash 'n' Burn". Die in zwei Bänden abgeschlossene Miniserie gehört zum Genre "Boys Love", in dem die romantische Liebe zweier Männer behandelt wird. In Mikiko Ponczeks Manga aus der Musiker-Szene geht es allerdings anders als in vielen anderen Geschichten dieses Genres außerordentlich handfest zur Sache, lernen sich die beiden Protagonisten Tyler und Kyle doch während einer veritablen Schlägerei bei einem Musikwettbewerb kennen.

Beste studentische Comic-Publikation
„Wunderfitz“ der Münster School of Design

Spezialpreise der Jury
avant-verlag
„Katharsis“ von Luz (Fischer)

Preis für das Lebenswerk
Claire Bretécher

Der Jury für den Max-und-Moritz-Preis gehörten in diesem Jahr an: Christian Gasser (Autor und Dozent an der Hochschule Luzern – Design & Kunst), Brigitte Helbling (Journalistin, Arbeitsstelle für Graphische Literatur, Hamburg), Andreas C. Knigge (Journalist und Publizist, Hamburg), Isabel Kreitz (Comic-Zeichnerin, Hamburg), Lars von Törne (Tagesspiegel-Redakteur, Berlin), Christine Vogt (Direktorin der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen) und Bodo Birk (Leiter des Internationalen Comic-Salons Erlangen).

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Freitag, 27. Mai 2016

ICOM Independent Comic Preise 2016

Am heutigen Donnerstag wurde am Rande des Comic-Salons in Erlangen die ICOM Independent Comic Preise 2016 verliehen. Wie in jedem Jahr entschied eine Jury über die PreisträgerInnen, die Preise sind mit insgesamt 2.500 Euro dotiert. Der ICOM beteiligt sich auch am Preisgeld des Lebensfenster-Preises für graphisches Blogen, den ebenfalls vergebenen Webcomic-Award, der in diesem Jahr um einen Sonderpreis ergänzt wurde. Hier alle PreisträgerInnen:

Bester Independent Comic
„Tobisch“ von Joachim Brandenberg (Jaja Verlag)

Bester Kurzcomic
„Libretto“ von Ferdinand Lutz

Herausragendes Szenario
„Die Verwerfung“ von Lukas Kummer (Zwerchfell)

Herausragendes Artwork
„Waldgeflüster“ von Lisa Rau

Sonderpreis für das gesamte Programm und die verlegerische Tätigkeit
Jaja Verlag

Sonderpreis der Jury für eine bemerkenswerte Comicpublikation
dreimalalles.info
Sooooo geil. Danke! Ich bin noch ganz baff.

Charly-Eiselt-Preis für die beste Publikation eines Newcomers (erstes Album oder Buch)
„Nomaden“ von Jan Vismann (Jaja Verlag)

Lobende Erwähnungen
„Heimelig“ von Franz Süß
„Das Nichts und Gott“ von Aike Arndt (Zwerchfell)
„Union der Helden: Der erste Tag“ von Arne Schulenberg (Edition Kwimbi)
„Die Wurzeln der Lena Siebert“ von Raphaela Buder (mairisch verlag)

Die Laudationes zu allen Kategorien finden sich (bald) auf der Website des ICOM.

Lebensfenster-Preis für graphisches Blogen
„Spinken“ von Jeff Chi

Lebensfenster-Lebenswerk-Preis für graphisches Blogen
Lisa Neun

Lisa Neun erhält die unten zu sehende, von Johannes Kretzschmar gestaltete, Skulptur.

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Donnerstag, 26. Mai 2016

Comic-Salon Erlangen: Respekt!

Tanya Häringer, Messeleiterin des Internationalen Comic-Salons, ist Ansprechpartnerin für eventuelle Übergriffigkeiten während des morgen beginnenden Festivals in Erlangen. Damit reagiert der Comic-Salon auf schon mehrfach, besonders auf twitter geäußerten Aussagen, dass es sie bei vergangenen Veranstaltungen gegeben habe. Das Thema hatte Marc-Oliver Frisch auch in seinem Interview auf comicgate.de mit Salon-Leiter Bodo Birk angesprochen. Häringer kann via Kasse, Information, Anmeldung, Pressebüro, Organisationsbüro und telefonisch unter der Nummer 09131/861401 kontaktiert werden. Wie der Salon auf facebook schreibt, hofft man natürlich, dass „alle Salon-Besucher respektvoll miteinander umgehen“. Für den Fall, dass es nicht so ist, gibt es nun die Ansprechpartnerin. Gut so!

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Mittwoch, 25. Mai 2016

Comicfestival München: Erste Ankündigungen

Das Comicfestival München hat erste Gäste und Programmpunkte für das kommende Jahr bekannt gegeben. Der Peng!-Preis für sein Lebenswerk geht im nächsten Jahr an den langjährigen „Mad“-Herausgeber Herbert Feuerstein.

Themen / Ausstellungen
50 Jahre „Mad“ in Deutschland
50 Jahre Carlsen Comics
Denis Kitchen
Ralf König

Gäste
Peter Kuper („Spion & Spion“)
Terry Moore („Strangers in Paradise“)

Mit der Alten Kongresshalle wird das Festival den Standort beibehalten, der sich bei der letztjährigen Ausgabe als gute Alternative zu den zwei Orten in der Innenstadt bewährt hat. Sie ist zwar weniger zentral und war bereits 2015 komplett bespielt worden, Raum für Wachstum ist hier weniger vorhanden, besonders unter den Ausstellern wurde der Wechsel aber als Fortschritt wahrgenommen. Vielleicht lag das auch am direkt angeschlossenen Biergarten.

Das Comicfestival München wird vom 25. bis 28. Mai 2017 stattfinden.

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Dienstag, 24. Mai 2016

dreimalalles beim Comic-Salon Erlangen

Seit dem gestrigen Montag befinde ich mich in Erlangen und nehme das natürlich zum Anlass, über den Comic-Salon zu berichten – vom Aufbau bis zum Schluss. Das wird hauptsächlich in Fotos passieren, die ich wie immer auf facebook und twitter poste und auch bei flickr hochladen werde. Die Galerie dazu findet ihr wie immer unter diesem Artikel.

Vor zwei Jahren befand sich dreimalalles noch in der Entstehung, eigentlich sollte die Seite bis zum Comic-Salon online sein. Da das nicht klappte, hatte ich einen sehr entspannten Salon, was eine sehr willkommene Abwechslung war und mir Gelegeneheit gab, die vier Festivaltage komplett als Besucher zu genießen. Auch in diesem Jahr will ich mir so viel wie möglich ansehen und die vier Tage von Donnerstag bis Sonntag erscheinen mir jetzt bereits absurd kurz, es passiert einfach zu viel. Das liegt auch daran, dass ich in diesem Jahr selbst beim Festival eingebunden bin: Als Kurator der „Parade“-Ausstellung, Moderator und Guide werde ich selbst zum Programm beitragen, weswegen man meine Festival-Berichterstattung gerne mit der nötigen Distanz verfolgen möge.

Ein Highlight ist für mich schon der Donnerstag Abend, dann heisst es dreimalalles@gummiwörner: Musik aus der Konserve von DJ Bremer Rathaus (den ich „Blues Brothers“-mäßig aus der DJ-Rente heraus für den Abend reaktivieren konnte) frische Getränke und feines Ambiente. Wir sehen uns!
 

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Dienstag, 24. Mai 2016

Schreiber & Leser: Herbstprogramm 2016/2017

Krimis und Gangster-Geschichten sind schon lange ein Schwerpunkt im Programm von Schreiber & Leser. Das wird auch bei den nun angekündigten Titeln des Herbsprogramms beibehalten. Eine Reihe von Comics ist im kriminellen Milieu angesiedelt. Zwei neue Serien starten in diesem Segment: „Silver“ des Amerikaners Stephan Frank verbindet dabei Elemente der Gaunerkomödie mit einer Vampirgeschichte. Gradliniger ist „Wonderball“ von Jean-Pierre Pécau, Fred Duval & Colin Wilson: Im Zentrum steht hier ein bemerkenswerter Serienmordfall, dem der „Wonderball“ genannte Inspektor Spadaccini nachgeht. Fortgesetzt wird „Trouble is my Business“, die Serie um den Privatdetektiv Jotaro Fukamachi von Natsuo Sekikawa & Jiro Taniguchi.

Auf die Zusammenarbeit von Moebius mit Jiro Taniguchi hatte ich an dieser Stelle bereits hingewiesen. Der Band ist bereits in den Läden. Weiter geht es mit der Neuausgabe von „Corto Maltese“. Hugo Pratts Serie um den tiefgründigen Abenteurer wird mit dem fünften Band „Die Äthiopier“ fortgesetzt, der wieder in zwei Ausgaben erscheinen wird: farbig sowie klassisch in schwarzweiß. Abgeschlossen wird mit dem siebten Band Terry Moores Horror-Serie „Rachel Rising“.

Mit den jeweils zweiten Teilen werden sowohl „Der Marokkanische Frühling“ sowie „Mister George“ abgeschlossen. Weiter geht es mit Sokals „Canardo“: Neben dem 24. Album um die Inspektoren-Ente wird auch der fünfte Band der Gesamtausgabe vorgelegt. Kürzlich hat Schreiber & Leser den ersten Band der Serie komplett online gestellt: „Der aufrechte Hund“ kann hier gelesen werden.

Hier das gesamte Programm von Schreiber & Leser bis Januar 2017:

bereits erschienen
„Ikarus“ von Moebius & Jiro Taniguchi, ISBN 978-3-946337-06-5, 312 Seiten, schwarzweiß, Hardcover, 24,95 Euro

Juli
„Der Marokkanische Frühling 2: Die Fürsten vom Djebel“ von Maurin Defrance, Fabien Nury, Fabien Bedouel & Merwan, ISBN 978-3-946337-09-6, 136 Seiten farbig, Hardcover, 24,80 Euro
„Mister George 2: Washington“ von Serge Le Tendre, Rodolphe & Hugues Labiano, ISBN 978-3-946337-08-9, ca. 48 Seiten, farbig, Hardcover, 14,95 Euro

August
„Trouble is my business 4: Der coolste Job“ von Natsuo Sekikawa & Jiro Taniguchi, ISBN 978-3-943808-98-8,  ca. 240 Seiten, schwarzweiß, Softcover, 16,95 Euro
„Canardo Sammelband V: Ein reicher Schlucker / Schwarze Flut / Belgische Schule“ von Sokal, ISBN 978-3-946337-23-2, 144 Seiten, farbig, Hardcover, 22,80 Euro

September
„Wonderball 1: Jäger“ von J.-P. Pécau, Fred Duval & Colin Wilson, ISBN 978-3-946337-14-0, 54 Seiten, farbig, Hardcover, ca. 14,95 Euro
„Serpieri Collection IV: Der vergessene Planet / Klon“ von Paolo Serpieri, ISBN 978-3-946337-19-5, 132 Seiten, farbig, Hardcover, 24,95 Euro

Oktober
„Silver 1. Der Fluch des Silberdrachen“ von Stephan Franck, ISBN 978-3-946337-24-9, ca. 112 Seiten, schwarzweiß, Klappenbroschur, 14,95 Euro
„Corto Maltese 5. Die Äthiopier“ von Hugo Pratt, ISBN 978-3-946337-10-2, 112 Seiten, farbig, Hardcover, 26,80 Euro
„Corto Maltese 5. Die Äthiopier“ von Hugo Pratt, ISBN 978-3-946337-11-9, 112 Seiten, schwarzweiß, Hardcover, 26,80 Euro

November
„Capricorn Gesamtausgabe II: Der Schwarze Würfel / Rote Karten / Attacke!“ von Andreas, ISBN 978-3-946337-12-6, 152 Seiten, farbig, Hardcover, 29,80 Euro
„Rachel Rising 7. Staub zu Staub“ von Terry Moore, ISBN 978-3-946337-13-3, 128 Seiten, schwarzweiß, Klappenbroschur, 14,95 Euro

Dezember
„Canardo 24. Der Tod hat grüne Augen“ von Sokal, ISBN 978-3-946337-16-4, 48 Seiten, farbig, Softcover, 12,95 Euro
„Nach Paris 2“ von Benoît Peeters & François Schuiten, ISBN 978-3-946337-17-1, 64 Seiten, farbig, Hardcover, 22,80 Euro
„Djinn 13. Kim Nelson“ von Jean Dufaux & Ana Miralles, ISBN 978-3-946337-18-8, ca. 56 Seiten, farbig, Hardcover, 14,95 Euro

Januar 2017
„Wonderball 2: Phantom“ von J.-P. Pécau, Fred Duval & Colin Wilson, ISBN 978-3-946337-15-7, 54 Seiten, farbig, Hardcover, ca. 14,95 Euro
„Schlangennest – Gesamtausgabe“ von Gihef & Renaud, ISBN 978-3-946337-21-8, 128 Seiten, farbig, Hardcover, 24,80 Euro

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Freitag, 20. Mai 2016

comic-salon.de im neuen Look

Nach zehn Jahren kann man sich mal eine neue Website gönnen. Das hat der Comic-Salon Erlangen nun gemacht: Etwas anders organisiert, bunter und responsive präsentiert sich nun comic-salon.de. Wichtigstes neuers Feature ist sicher „Mein Salon“, mit dem sich ein individuelles Festival-Programm zusammenstellen lässt.

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Donnerstag, 19. Mai 2016

Reprodukt: Neuheiten Herbst 2016

Einige Überraschungen gibt es beim nun angekündigten Herbstprogramm von Reprodukt. Am auffälligsten ist sicherlich die Titelreduktion bei den Comics für Erwachsene: Bleibt die Zahl der Novitäten im Kinder-Segment weitgehend konstant (fünf, zuvor sechs), werden hier mit sechs Titeln weit weniger angekündigt als in den vergangenen Halbjahren (15 im Frühjahr, 18 im Herbst zuvor). Auf Nachfrage gibt Verlagsleiter Dirk Rehm zu bedenken, dass in diesem Jahr insgesamt 60 Titel vorgelegt werden: 46 Neuheiten und 14 Neuauflagen – zusätzlich der drei Comics des Mami-Verlags. Bei 53 Produktionen im Vorjahr (41 Novitäten, 12 Neuauflagen) bedeutet das immer noch insgesamt eine Steigerung. Man wolle sich seitens der Vermarktung besonders auf "Im Schatten des Krieges" und die Gesamtausgabe von  "Didi & Stulle" konzentrieren.

„Im Schatten des Krieges“ ist der neue Band der amerikanischen Comic-Journalistin Sarah Glidden, deren Debut „Israel verstehen – in 60 Tagen oder weniger“ 2011 bei Panini erschien. Hier begleitet Glidden zwei Journalisten und einen ehemaligen Soldaten bei ihrer Recherche im Irak. Der Verlagswechsel zu Reprodukt erklärt sich am ehesten mit den Verlagen der Originalausgaben: Erschien ihr Debut in den USA bei DC bzw. Vertigo, legt den neuen Band nun Drawn & Quarterly vor – Verlage, denen die deutschen Häuser jeweils nahe stehen. Die Gesamtausgabe von „Didi & Stulle“ wird in drei umfangreichen Hardcover-Bänden im Schuber angekündigt, darin enthalten sind unter anderem über 100 hier erstmals nachgedruckte Episoden und eine Vielzahl von Illustrationen. Der Schuber wird zum Subskriptionspreis angeboten.

Neue Bücher gibt es von Barbara Yelin, Paco Roca, Judith Vansitendael und Tommi Musturi: „Vor allem eins: Dir selbst sei treu.“ portraitiert die deutsch-israelische Schauspielerin Channa Maron, Barbara Yelin steuert einen biografischen Comic bei, David Polonsky („Waltz with Bashir“) eine Reihe von Illustrationen, Wegbegleiter wie die deutsche Filmemacherin Anne Linsel Texte. Um Erinnerung geht es auch in Paco Rocas „La Casa“, mit dem er den Tod des eigenen Vaters verarbeitet. In „Mikel. Die Geschichte des Bonbonverkäufers, der im Regen verschwand“ portraitieren Mark Bellido und Judith Vanistendael einen Mann, dessen Suche nach Abenteuer ihn mitten in den Konflikt der spanischen Regierung mit der baskischen Separatisten-Organisation ETA führt. Tommi Musturi erzählt in „Sozusagen Samuel“ die philosophisch angehauchte, wortlose Reise seines Protagonisten durch Raum und Zeit weiter.

Im Kinderprogramm werden im Wesentlichen laufende Reihen fortgesetzt: Neue Bände erscheinen von Patrick Wirbeleits und Uwe Heidschötters „Kiste“, „Q-R-T“ von Ferdinand Lutz und „Kleiner Strubbel“ von Céline Fraipont & Pierre Bailly. Eine Softcover-Ausgabe von Luke Pearsons „Hilda und der Mitternachtsriese“ erscheint im August. Weniger Comic als Kinderbuch ist Wimmelbild-Buch mit gereimten Texten „Antonia war schon mal da“ von Patrick Wirbeleit & Max Fiedler.

Alle Reprodukt-Novitäten im Herbst im Überlblick (• = Kindercomics), die Verlagsvorschauen lassen sich hier durchblättern.

August
„Sozusagen Samuel“ von Tommi Musturi, ISBN 978-3-95640-107-7, 160 Seiten, farbig, Hardcover, 25 Euro

September
„Vor allem eins: Dir selbst sei treu. Die Schauspielerin Channa Maron“ von Barbara Yelin und David Polonsky, ISBN 978-3-95640-102-2, 80 Seiten, farbig, Hardcover, 24 Euro
• „Antonia war schon mal da“ von Patrick Wirbeleit & Max Fiedler, ISBN 978-3-95640-108-4, 40 Seiten, farbig, Hardcover, 16 Euro
• „Hilda und der Mitternachtsriese“ von Luke Pearson, ISBN 978-3-95640-115-2, 44 Seiten, farbig, Softcover, 13 Euro

Oktober
„Im Schatten des Krieges – Reportagen aus Syrien, Irak und der Türkei“ von Sarah Glidden, ISBN 978-3-95640-101-5, 304 Seiten, farbig, Klappenbroschur, 29 Euro
„Mikel. Die Geschichte des Bonbonverkäufers, der im Regen verschwand“ von Mark Bellido & Judith Vanistendael, ISBN 978-3-95640-103-9, 376 Seiten, farbig, Hardcover, 39 Euro
„La Casa“ von Paco Roca, ISBN 978-3-95640-104-6, 128 Seiten, farbig, Hardcover, 20 Euro
„Didi & Stulle – Die Gesamtausgabe“ von Fil, ISBN 978-3-95640-105-3, 3 Bände zu jeweils 224 Seiten, 120 Euro, Subskriptionspreis 99 Euro bis zum 10. Januar 2017
• „Kiste: Roboteralarm“ von Patrick Wirbeleit & Uwe Heidschötter, ISBN 978-3-95640-109-1, 80 Seiten, farbig, Hardcover, 14 Euro
• „Q-R-T: Flummi allein zu Haus“ von Ferdinand Lutz, ISBN 978-3-95640-110-7, 112 Seiten, farbig, Hardcover, 18 Euro
• „Kleiner Strubbel: Eisige Liebe“ von Céline Fraipont & Pierre Bailly, ISBN 978-3-95640-112-1, 32 Seiten, farbig, Hardcover, 10 Euro

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Offenlegung: An „Vor allem eins: Dir selbst sei treu. Die Schauspielerin Channa Maron“ von David Polonsky & Barbara Yelin bin ich als Lektor beteiligt.

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Mittwoch, 18. Mai 2016