Umberto Eco (1932–2016)

Mit Umberto Eco verliert die Welt nicht nur einen brillanten Literaten und Intellektuellen, sondern auch einen wichtigen Fürsprecher des Comics. In Zeiten, in denen es durchaus in Mode ist, sich für Comics zu interessieren und sich Schriftsteller immer häufiger als Szenaristen betätigen, scheint es schwer vorstellbar, dass bereits die Wertschätzung von Comics lange Zeit verpönt war. Bereits in den 1960ern nannte Umberto Eco die "Peanuts" "Kunstwerke von eigentümlichen Wert" und griff später Comics, ihre Inhalte, Figuren, Mythen und semiotische Bedeutung immer wieder auf – wichtige Beiträge zur intellektuellen Anerkennung des Mediums.

Von Eco stammt das bekannte Zitat "Wenn ich entspannen will, lese ich einen Essay von Engels. When ich etwas ernsthaftes lesen will, lese ich Corto Maltese". Sein Aufsatz über "Die unbestimmte Geographie des Corto Maltese" findet sich im Sammelband "Lüge und Ironie", der Text "The Myth of Superman" kann in englischer Sprache hier nachgelesen werden. Erst im vergangenen Jahr erschien ein erster Sammelband von Guido Crepax' "Valentina", wofür Eco ein Vorwort beisteuerte.

Über das "intellektuelle Multitalent" schreiben unter anderem faz.net und n-tv.de, weitere Würdigungen werden in den kommenden Tagen folgen.

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