"It was a dark and stormy night."

Snoopys Versuche, einen Roman zu schreiben, gehören zu den Running Gags bei den Peanuts. Immer wieder versucht er sich an einem weltverändernden Epos, kommt aber selten über den ersten Satz hinaus. "It was a dark and stormy night." ("Es war eine dunkle und stürmische Nacht."). Diese berühmten ersten Worte, das viele unmittelbar mit Snoopy verbinden, ist dabei ein Verweis auf den Anfang eines Romans.

Mit diesen Worten leitete Edward Bulwer-Lytton 1830 seinen viktorianischen Roman "Paul Clifford" ein. Dieser blumige Einstieg wurde als Synonym für einen schwülstig-dramatischen Stil in den kommenden Jahren und Jahrzehnten, bis heute schon fast Jahrhunderten, häufig zitiert und durch den Kakao gezogen. Die Liste der Verballhornungen oder Bezugnahmen in Literatur und anderen Medien im angloamerikanischen Raum ist lang. Dass die Phrase bis heute so bekannt ist, ist dabei nicht zuletzt Charles M. Schulz und Snoopy zu verdanken, durch "Peanuts" kam sie auch im deutschsprachigen Raum an.

Es ist nun nicht so, dass Snoopy es nie geschafft hätte, davon ausgehend einen Roman zu schreiben. In einer Sequenz aus dem Jahr 1969 gelingt es ihm tatsächlich, ein ganzes Werk zu verfassen, wenn auch nur ein sehr kurzes:

 

Diese Sequenz diente nun einem ganz anders gelagerten Comic als Vorlage: In der 500. Ausgabe von Detective Comics erschienen 1981 eine Reihe von Batman-Kurzgeschichten unterschiedlicher Kreativteams. Autor Len Wein trug dazu einen von Walt Simonson gezeichneten Zweiseiter bei, dessen Text er von Snoopys Roman übernahm: "Once upon a time...". Ob ihm dabei bewusst war, dass es in der ursprüngliche Romanvorlage "Paul Clifford" um einen Mann mit einem Doppelleben als Krimineller geht? So oder so: ein schöner Insider-Gag.

 

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(via forbiddenplanet.co.uk)

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