Fanzines (6): Crowers #3 (1994) und Jana im Berliner Forst (1995)

Weiter geht es in der losen Reihe über Fanzines. Und wir bleiben in Berlin: Im letzten Beitrag hatte ich das Heft "Bauschaum" von Uli Lust & Kai Pfeiffer vorgestellt, beide waren Anfang des Jahrtausends Mitglieder der Gruppe Monogatari – wie auch Mawil, der damals schon einige Jahre Hefte selbst herausgebracht hatte. Zwei davon nun also hier: "Crowers #3" aus dem Jahr 1994 und das gemeinsam mit Tobias Motter gestaltete "Jana im Berliner Forst" von 1995.

Als Mawil mit "Wir können ja Freunde bleiben" sein erstes Buch veröffentlichte, das auch außerhalb der Comicszene Beachtung fand, war sein Stil schon insofern ausdefiniert, als dass es bis heute keine grundlegende Veränderung mehr gab, mehr eine Ausdifferenzierung und Verfeinerung. In den inzwischen rund 20 Jahren alten Heften kann man ein Stück weit verfolgen, wie er sich entwickelt, sich vom etwas schematischen Funny-Stil emanzipiert. Zwischen den Seiten aus "Das letzte Photo" und "Kemal Can" liegen Welten. Mawil macht sich locker.

(Man sieht in "Kemal Can" auch schon die Mawil-typische Denkpose mit dem unter die Nase gelegten Zeigefinger.)

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Abbildungen © Mawil, © Mawil – Tobias Motter
Hier geht es zu den fünf weiteren Teilen der Fanzine-Reihe: 1) SI-KARTUUN, 2) Filmriss und Paranoid, 3) Schwindel #1 und 4) Kromix #2, 5) Bauschaum.

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