Comic-Salon Erlangen: Die Ausstellungen

Der Comic-Salon Erlangen setzt in diesem Jahr den Schwerpunkt bei den Ausstellungen auf Comics aus Ländern, deren Comic-Kulturen hierzulande weniger im Blickpunkt stehen als diejenigen in Frankreich, Japan oder Nordamerika. Auch wenn sich eine Hauptausstellung, wie gestern berichtet Jiro Taniguchi widmen wird, zeigen andere Ausstellungen Comics aus der Türkei, Indien, Nigeria und Flandern bzw. den Niederlanden. Hier eine erste Übersicht:

• Jirō Taniguchi – Übernahme der umfangreichen Werkschau, die 2015 in Angoulême zu sehen war und derzeit in Versaille ausgestellt wird

• Grafik, Karikatur und Comic in der Türkei – Satire und politische Auseinandersetzung in Zeitschriften wie „Uykusuz“, „Penguen“, „LeMan“ oder „Gırgır“. Ergänzend werden Arbeiten der bildenden Künstlerin Ceren Oykut gezeigt.
Zum Thema schrieb Andreas Michalke 2005 in der jungle World: "Aufschrei in Bildern"

• Comics aus Indien – Politische und gesellschaftliche Themen, umgesetzt in Stilen "von opulenter Bollywood-
Inszenierung bis zu Anleihen aus der traditionellen indischen Malerei".
Siehe hierzu auch der Bericht: „,Spring' in Indien“ von Ulli Lust

• Marguerite Abouet und ihre Comics über das Leben in der Elfenbeinküste (z.B. „Aya“, mit Clément Oubrerie)

• Comics aus Nigeria: Die Zeichner Karo Akpokiere und Alaba Onajin

• Präsentation weiterer internationaler Projekte vom afrikanischen Kontinent

• Flandern und die Niederlande – „Parade“-Risografie-Atelier und begleitende Ausstellung mit den Autoren Brecht Evens, Olivier Schrauwen, Simon Spruyt, Ben Gijsemans und Guido van Driel produzieren ein tägliches Magazin, das Joost Swarte vor Ort redaktionell betreuen wird
Siehe hierzu auch das Interview mit Els Aerts vom Vlaams Fonds voor de Letteren

• „Kinky & Cosy“ – Die Erlebniswelt des belgischen Zeichners Nix war bereits in Angoulême zu Gast, Bilder dazu auf facebook

Der böse Clown in der Kunst, in den Medien, im politischen Aktivismus und der Populärkultur – Die Gruppenausstellung des Kunstpalais Erlangen widmet sich in einer eigenen Sektion dem Batman-Widersacher Joker

„Le Petit Théâtre de l’Ebriété“ – Stroboskop–Rauminstallation des Künstlerduos Ruppert und Mulot die Bewegungsillusion des stroboskopischen

• Religion und Satire

• 70 Jahre „Lucky Luke“

• „Kleiner Strubbel“

• Die deutschsprachige Manga-Szene

• Neue Graphic Novels von Tobi Dahmen, Aisha Franz, Nils Oskamp und Birgit Weyhe

Das detaillierte Programm des Comic-Salons mit allen Ausstellungen, Vorträgen, Gesprächen, Lesungen und weiteren Aktionen wird in den kommenden Wochen bekannt gegeben.

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