„Hokusai x Manga“

Manga-Enthusiasten aufgehorcht: Das Hamburger Museum für Kunst & Gewerbe zeigt eine Ausstellung zu „Japanischer Popkultur seit 1880“. Wie der Titel „Hokusai X Manga“ andeutet, wird dabei der Bogen von Farbholzschnitten und anderen historischen Druckwerken hin zu heutigen Phänomenen wie Manga, Anime und Cosplay geschlagen. Der Begleittext verspricht dabei mehr als nur eine Nebeneinanderstellung von damals und heute:

So zeichnet sich die zeitgenössische Popkultur durch eine ausgeprägte Pluralisierung der Themen, Motive und Genres aus, folgt aber auch den traditionellen japanischen Erzählstoffen, wie etwa den Samurai oder der übernatürlichen Welt der Gespenster und Monster (yōkai), die immer wieder aufgegriffen und neu interpretiert werden. Neben diesen inhaltlich-motivischen Gemeinsamkeiten finden sich auch Parallelen im visuellen Repertoire, in der stilistischen Ausformung, in der Verknüpfung von Schrift und Bild und in den Formen der Serialisierung. Auch die Produktionsweisen mit ihren arbeitsteiligen Prozessen und Vertriebsstrukturen sind vergleichbar und an den erfolgten technischen Innovationen ablesbar.

Diese Verbindungen dargelegt zu bekommen ist erst einmal für Uneingeweihte schlicht interessant. Und wenn man sein Interesse an japanischer Popkultur immer wieder rechtfertigen muss, kann man hier Argumentationshilfe erhalten. Solche Ansätze sind bei Ausstellungen westlicher Comics häufig verfolgt worden um die Substanz zu unterstreichen, die ihnen von außen oft nicht zugestanden wurde – warum also nicht auch bei Manga, Anime & Co? Die Ausstellung eröffnet am 10. Juni und wird bis zum 11. September zu sehen sein.

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