Darüber hinaus (15)

Einen guten Einblick in die Comic-Szene bietet dieses Verlagsinterview: Wie hier aus dem Nähkästchen geplaudert wird, Veranstalterschelte, genaue Angaben über Auflagenhöhe und das Eingeständnis, dass manche Bände sicht nicht verkaufen, wie selbstverständlich aneinander gereiht werden, wäre für weite Teile der Verlagsbranche undenkbar, ist unter Comic-Verlagen und -Medien aber Alltag.

Weitere späte Eindrücke vom Comic-Salon Erlangen schildert Sylvia Marquardt auf totleger.de. Sie sprach mit Verlagen über aktuelle Trends und vor allem darüber, wie man als ZeichnerIn in Kontakt mit ihnen kommt.

Milo Manara stellte sich auf fumettologica.it Fragen bezüglich der Kontroverse um sein Cover für "Spider-Woman" (englische Übersetzung hier). Seine Antworten sind, nun ja. Dass es nicht an ihm liege, dass Frauen so gebaut seien, er zeichne sie ja nur, ist eine ziemlich bräsige Verteidigung. Und auf seine Anspielung, die Aufregung in der Öffentlichkeit könne auch von einer Hypersensibilisierung durch die Auseinandersetzung mit dem Islam kommen, gehe ich lieber nicht ein. Am schlüssigsten klingt es, wenn er darlegt, dass er nur einen kurzen, erotisch aufgeladenen Kick inszenieren will.

Ich bin ein Fan dieser PDF-Anmerkungen, gerade bei der Redaktion und Korrektur von Comics können Sie enorm hilfreich sein, wenn man nicht alles wieder und wieder ausdrucken kann oder möchte. Hier kommen sie bei der Übersetzung von Jesse Jacobs neuem Buch zum Einsatz.

Mangaka Niloo zeigt, wie und womit sie zeichnet und suchte zuletzt noch eine/n AssistentIn (für Linien und Schwarzflächen).

Neue Fotos vom Kingpin (aus der "Daredevil"-Serie) und Superman (vom "Dawn of Justice"-Set, vorn links ist dann wohl Jimmy Olsen). Gibt es für "Dawn of Justice" eigentlich schon einen deutschen Titel? "Anbruch der Gerechtigkeit"? "Frühzeit des Rechts"? Ein Fest für die Untertitelungsenieure des Privatfernsehens.

Das Goethe-Institut in San Francisco zeigt Originale der Remarque-Adaption "Im Westen nichts Neues" von Peter Eickmeyer.

Reinhard Kleists "The Boxer" wird auf dem Blog von Forbidden Planet gewürdigt.

Das in Düsseldorf eröffnete Manga-Café Manga Hof, in dem man für die Zeit des Aufenthalts bezahlt und sich dabei aus dutzenden Regalmetern japanischer Comics bedienen kann, richtet sich an Hardcore-Manga-Fans und diejenigen, die der Sprache mächtig sind: 10.000 Comics auf japanisch, stehen einige hundert deutschsprachiger Bände gegenüber, dazu gibt es Anime und Spiele auf der PS4. Unten noch ein Video der WDR-Lokalzeit. (Dank an den Mediacontainer.)

Prof. Dr. Wibke Weber führt in das weite Feld des Comic-Journalismus ein und kündigt ein Forschungsprojekt zum Thema an. Philipp Spreckels weist in einem Graphischen Intermezzo auf das weitgehende Fehlen von Tentakeln in Graphic Novels hin.

Und dann noch das: Ein Energy Drink, der Teil einer Geschichte Alan Moores ist, wird demnächst tatsächlich zu kaufen sein.

Es folgt unten dann noch ein französischer Trailer zur Verfilmung von "Gemma Bovery", der hier am 18. September startet. Auf der deutschen Website zum Film gibt es keinen Hinweis, dass der Film auf einem Comic beruht (dem von Posy Simmonds). Buuuh! Dafür gibt es hier noch einige Stills aus dem Film, die komischerweise immer Gemma Arterton zeigen.

 

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